Fechtabteilung 

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Jahresbericht  2013

Auf das Erreichte im Jahr 2013 können wir ohne Zweifel stolz sein. Sich auf den Erfolgen auszuruhen, wäre aber fahrlässig. Unserer Verpflichtung für die Gestaltung der Zukunft des Fechtsportes im Verein und landesweit in Deutschland können und dürfen wir uns nicht entziehen. Das sind wir gerade unseren jungen Fechtern und ihren Eltern schuldig. Für den Nachwuchs müssen die Strukturen zukunftsorientiert aus -    gerichtet und mit Leben erfüllt werden. Unser Ziel muss sein: Bewährtes erhalten und mit bislang nicht genutzten Potenzialen optimieren. Wenn wir an die erfolgreichen Zeiten anknüpfen wollen, müssen der Verein, der Deutsche Fechterbund und der Landesverband gemeinsam die vorhandenen Talente ent-decken und fördern. Die Überführung in die Stützpunkte kann im Sinne der sportlichen Entwicklung für die Athleten nur von Vorteil sein, leistungsstarke Trainingsgruppen sind für die Weiterentwicklung unabdingbar.

Für die langjährig geleistete Arbeit müssen die Erziehungsberechtigten bzw. die Eltern und die Trainer auch die entsprechende Wertschätzung erfahren. Mir wurde die Wertschätzung vor Jahren bei meiner Arbeit in der Fechtabteilung des SV Itzehoe zuteil, als ich den talentierten Fechtschüler Thomas Gerull ausgebildet und gefördert habe, der dann, als die Kapazität auf Landesebene ausgeschöpft war, über die Berufung in die Kaderausbildung ins Leistungszentrum nach Tauberbischofsheim, die so gennannte Waffenschmiede, zum Bundestrainer Emil Beck wechselte. Hier holte er sich den letzten Schliff, und überraschte im Jahr 1990 in Lyon die Weltkonkurrenz im Degen, als sich mein ehemaliger Fechtschüler den Weltmeistertitel in der Einzelkonkurrenz holte. Für diese grandiose Leistung hat er sich viele Jahre später bedankt. Er hat mir als Trainerin national und international einen guten Ruf verschafft. Hier und heute möchte ich daran anknüpfen, und dass wir weiterhin im Aufwärtstrend mit unserer Jugendarbeit bleiben. Es hat sich eine leistungsstarke Truppe aus weiblichen und männlichen Jugendlichen gebildet, die mit dem Florett im Fechtverband Niedersachsen eine Führungsposition eingenommen haben. Sie lassen inzwischen keine Meisterschaft und kein Qualifikationsturnier aus.

Fünf Jahre ficht Caroline von Finckenstein nun, die mit acht Jahren, dem besten Einstiegsalter begann . Sie ist mit Herz und Leidenschaft dabei, so dass sie in diesem Wettkampfjahr ihren großen Durchbruch hatte. Mit ihrem Trainingsfleiß, der physischen und vor allem der psychologischen Unterstützung gelangen ihr viele Turniersiege. In Niedersachsen führt sie mit einem großen Punktevorsprung die Rangliste an. Ihr Ziel war die gelungene Qualifikation zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Moers. Von der großen Teilnehmerzahl von 79 Startern im Jahrgang 2000 aus 16 Bundesländern war sie als Vertreterin des WSC Frisia schon beeindruckt. Von ihrer Trainerin optimal eingestellt, war bereits in der Vorrunde mit 4 Siegen der Druck genommen, die Motivation und der Siegeswillen ungebrochen, denn das Finale rückte immer näher. In der anschließenden Ko-Runde verlor sie knapp das Gefecht, aber sie war überglücklich, bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft im Gesamtklassement den 12. Platz erlangt zu haben. Das bedeutete die Spitzenposition des Fechtverbandes Niedersachsen. Für den WSC Frisia und mich als Trainerin war es nach vielen Jahren Jugendarbeit ein erfreuliches Ergebnis und eine beachtliche Leistung der Fechterin. Der Sommerferienlehrgang in der Fechtmetropole Tauberbischofsheim hat ihre Leistungen weiter nach vorne gebracht. Mit ihrer Motivation spornt sie die Jugendlichen in unserer Abteilung an und die Jüngsten wollen es ihr gleichtun. So nahmen in Berlin drei Fechter am Turnier „7. Kleiner Bär“ für die B-Jugend im Florett teil. Caroline von Finckenstein gewann dank der guten Vorbereitung in TBB den „Weißen Bären“ von Berlin. Ihre Vereinskameraden Moritz Drigalsky und Jule Malz erzielten in der Finalrunde mit dem 5. bzw. 7. Rang sehr gute Ergebnisse. Sie waren erstmals auf Bundesebene Aushängeschilder für den Verein. Zu loben sind ebenfalls ihre Vereinskameraden Sophie Leinert, Katharina Droste, Katharina Janssen, Janek Hertel und Stefan Wolfteich, die in der Rangliste des Fechtverbandes Niedersachsen ebenfalls weit oben geführt werden.

Nach jahrzehntelanger Durststrecke konnte die Fechtabteilung wieder einen Landesmeistertitel feiern. In der weiblichen Schülerklasse sorgte Katharina Janssen für eine Überraschung:Sie wurde Landesmeisterin! In einem dramatischen Vierer-Final-Stichkampf mit den Frisia  Fechterinnen Jule Malz und Katharina Janssen, entwickelte sich eine ausgeglichene Konkurrenz mit Sieg- und Niederlagengleichstand. Am Ende setzte sich Katharina mit ihrer Willensstärke durch. Jule belegte daraufhin den undankbaren 4. Platz, und erlebte die erste bittere Enttäuschung.

Bitte habt Verständnis dafür, dass ich nicht alle Erfolge und guten Ergebnisse, die wir als Team erlebt haben, im Einzelnen aufführen kann. Das würde den Bericht sprengen, Ich möchte euch aber sagen: Ich bin sehr stolz auf euch und eure Erfolge! Der Blick auf die Homepage lässt 365 Tage Revue passieren mit vielen Erinnerungen im Detail. Im November stand in der „WZ“ zu lesen: Medaillenregen für die Nach-wuchsfechter des WSC Frisia bei den Bezirksmeisterschaften in Emden. Unser Verein übertraf mit einer Rekordbeteiligung von 15 Fechtern den Rahmen der beteiligten Vereine. Die qualifizierte Jugendarbeit in der Abteilung und die rege Zunahme der Beteiligten machten einen Medaillenregen von acht erste,  fünf zweite und drei dritte Plätze möglich. Mit viel Lampenfieber feierten auch sechs Eleven ihren ersten Turniereinsatz in Begleitung ihrer Eltern, nachdem sie erst zwei Tage vorher ihre Fechtreifeprüfung mit dem Empfang ihrers Fechtpasses abgelegt hatten. Herzlichen Glückwunsch an: Hannah Müller, Leon Pree, Eric Gieseler, Piet Thiesen, Jona Leonhardt und Justus Niemeyer. Alle konnten ihre erlernten Fähigkeiten mit Erfolg umsetzen. Der Jüngste war der Tatkräftigste: Justus Niemeyer in der Schülerklasse, Jahrg.2004 brachte nach zweijähriger Ausbildung mit seinem Durchhaltevermögen und mutigen Aktionen seine Gegner aus dem Konzept. Der erste Platz und die erste Goldmedaille werden ein unvergessliches Erlebnis bleiben.

Ein Erlebnis war auch für die sieben Mehrkämpfer Caroline von Finckenstein, Katharina Droste, Paul Wieting, Stefan Wolfteich, Nils Blöcker, Jakob und Viktor Willich im Mai das Deutsche Turnfest in der Metropolregion Rhein-Neckar mit den Zentren Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck wurde das Turnfest mit seiner langen und guten Tradition zu einer Erlebniswelt für 50 000 Sportler. Beeindruckt waren die Jüngsten des WSC Frisia, denn eine solche Veranstaltung findet eben nur alle 4 Jahre statt, in die der Friesenkampf als Mehrkampf eingebunden ist, für den sich die Frisianer qualifiziert hatten. Zu absolvieren sind die Disziplinen Fechten als Basis, Schwimmen, Schießen, Laufen und Kugelstoßen. Seit Jahren haben Trainerin Heidrun West und Betreuer Frank Prielipp als bewährtes Team die Leitung übernommen. Die alten „Hasen“ wie Stefan Wolfteich, Nils Blöcker, Jakob Willich und Viktor Willich fühlen sich dem Verein und der Tradition verbunden. Es gab gute Platzierungen, aber zu einem „Deutschen Meistertitel“ hat es dieses Mal nicht gereicht. Es dominierte der Nachwuchs: Caroline von Finckenstein in der weiblichen Jugend, 12-13 Jahre war die einzige Medaillenträgerin und sie wurde auf dem Podest mit der Bronzemedaille geehrt. Die schönen Erlebnistage haben aber wieder einmal gezeigt, dass der Mehrkampf die körperliche Fitness gut beschreibt und sich solche Veranstaltungen lohnen, um die Kameradschaft zu fördern,die ein bedeutender Bestandteil unserer Gemeinschaft ist. 

Die Jugendabteilung hat sich mit zahlreichen Neuzugängen positiv entwickelt, unser Ausbildungskonzept mit dem individuellen Trainingsprogramm funktioniert und hat sich durch die Turnierergebnisse bestätigt. Die Öffentlichkeitsarbeit mit den erfolgreichen Zeitungsartikeln prägt ebenfalls das Gesicht unserer Abteilung und des Vereins. Das Training läuft dank der engagierten Mitarbeiter kontinuierlich. Ich bin sehr zufrieden, dass nun Johanne Buchholz und Alexandra Enke fest im Team mitarbeiten. Jetzt, da sie nach zweijähriger Ausbildungszeit mit Erfolg die Prüfung zum Erwerb der C-Trainerlizenz abgelegt haben. Herzlichen Glückwunsch! Desweiteren stehen Nils Blöcker und Oliver Siemen als wertvolle Mitarbeiter zur Verfügung. Dem gesamten Betreuerteam spreche ich meinen Dank aus für die geleistete Arbeit.

Wir werden mit dem Weggang der Geschwister Willich, Jakob, Luise und Viktor Mitstreiter vermissen, die  über ein Jahrzehnt das Gesicht der Abteilung belebt  haben. Jakob studiert in Rostock, Luise und Viktor haben mit Erfolg an der Cäcilienschule ihr Abitur bestanden. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die Zukunft!  Sie alle waren die Nachwuchsfechter von „Gestern“, mit denen wir gemeinsam schöne und erfolgreiche Wettkampfjahre verbracht haben, und die ihrer Persönlichkeitsentwicklung gut getan haben.

Der „Rüstringer Friese“ geht allmählich in die Annalen des Vereins ein, denn zum 48. Mal trug die Fechtabteilung das traditionelle, internationale Degen-Turnier aus. Das Turnier wurde von hochwertigen Spitzenfechtern gut besucht. Wir als Gastgeber waren mit 10 Degenfechtern am Start. Zum ersten Mal war auch der Nachwuchs mit dabei. Vor heimischer Kulisse boten wir der Konkurrenz Paroli. In der Aktiven-klasse konnte Stefan Wolfteich ein spannendes Finale gegen den Spanier Javier Conde-Trugeda vom ETV Hamburg bieten. Zum Leidwesen der einheimischen Anwesenden, die ihm und dem WSC Frisia das Comeback so sehr wünschten, unterlag er mit 12:15 Treffern. So ging der Wanderpokal dieses Mal nach Hamburg und der Sieger freute sich über den Turnierpreis.

In der A-Jugend wurde Paul Wieting, Jahrg.99 Gesamtsieger, der sich gegen seinen Bruder Tim, Jahrg.97 durchsetzte und ihn auf den 2. Platz verwies. Bei den Frauen waren im Jahrg.2000 Caroline von Finckenstein und im Jahrg.98 Katharina Droste mit von der Partie. Caroline war es gelungen, gegen die erfahrenen Seniorinnen einige Siege „abzustauben“. Das verhalf ihr in der internen Abrechnung den ersten Platz zu belegen und ihre Vereinskameradin Katharina den „Zweiten“.

Das Organisationsteam um Heidrun West, Franziska Petzold, Frank Prielipp und dem Computerfachmann Hartmut Wolfteich zeigten sich mit dem Turnierverlauf zufrieden.

Danke sage ich der gesamten Abteilung sowie der Elternschaft, die für das leibliche Wohl der Fechter sorgten. Das war wieder eine tolle Teamarbeit! 

Zum Schluss möchte ich euch wie in all den Jahren zuvor an das leidige Thema der Waffenpflege und die Instandhaltung erinnern. Dies liegt allein in der Hand des Benutzers und Eigentümers der Waffen. Ihr könnt euch nicht ständig auf Gerhard Buchholz und Thomas Blöcker verlassen, die ehrenamtlich viele Stunden eure Waffen und Kabel reparieren. Das Thema wird auf der nächsten Spartensitzung ein wichtiger Tagesordnungspunkt sein, auf der auch über Konsequenzen bei Fehlverhalten beraten werden soll.

Zur Erinnerung: Das Reglement schreibt für alle Fechter, die an Turnieren teilnehmen, zwei (2) intakte  Waffen vor ! Die Ersatzwaffen der Abteilung stehen nur im Notfall zur Verfügung.

 Im Namen der Fechtabteilung möchte ich mich bei den beiden Vätern für ihre wertvolle und mühsame Kleinarbeit ganz herzlich bedanken.

Ein Dankeschön auch an Christoph von Finckenstein, der mit uns als zuverlässiger Fahrer und Betreuer die Jugend immer  wohlbehalten nach Hause gebracht hat. Möge es bitte weiterhin so bleiben!

Das ironische Gedicht von Wilhelm Busch zum Ehrenamt ..

“ Willst Du froh und glücklich leben, laß kein Ehrenamt dir geben.

Willst Du nicht zufrüh ins Grab, lehne jedes Amt gleich ab.

So ein Amt bringt niemals Ehre, denn der Klatschsucht scharfe Schere schneidet boshaft Dir,schnipp-schnapp, Deine Ehre vielfach ab.

Wieviel Mühe, Sorgen, Plagen, wieviel Ärger mußt Du tragen :

Gibst viel Geld aus, opferst Zeit, und der Lohn? Undankbarkeit

Drumm, so rat` ich Dir im Treuen: Willst Du Weib und Kind erfreuen,

soll Dein Kopf Dir nicht mehr brummen, laß das Amt doch and´ren Dummen

 möchte ich in einen Wunsch hüllen: Ich wünsche mir, dass die Fechtabteilung  auch in Zukunft eine familiäre Gemeinschaft bleibt.“ In diesem Sinne allen einen guten Start in das Jahr 2014, viel Kraft und Gesundheit für alle anstehenden neuen Aufgaben. 

Eure

Heidrun West

!  Fechten einmal anders: Erfahrung einer Sportreporterin  !

Fechten einmal anders

Jahresbericht 2014

In den Sportvereinen sollten Vorbilder sein, die die Ganzheitlichkeit des Sports vermitteln und nicht nur das €žGewinnen in den Vordergrund stellen. Bewegungs- intensive Betätigung erzeugt ein gutes Körpergefühl, in dessen Folge man sich ein Persönlichkeit förderndes Selbstwertgefühl erarbeiten kann. Die Fähigkeit zur Konzentration wird gestärkt. Das würden die Kinder mit in den Unterricht nehmen. Wer dann seine Sportart gefunden hat, die zu ihm passt, wird ein Leben in Bewegungsarmut hinter sich lassen. Das gilt für alle Altersklassen. Hier bietet sich unsere Sportart bevorzugt an. €žFechten lernen kann (fast) jeder. Ein gutes Einstiegsalter ist allerdings acht Jahre und nach oben gibt es keine Altersgrenzen in unserer Sportart. Menschen von 8  bis 80 Jahren  können ihn gleichermaßen ausüben!

€ž Liebe Erwachsene traut euch zu uns. Ich höre so oft von Eltern die Worte: €ž Das hätte ich auch gerne in meiner Jugend gemacht. Es ist nie zu spät!

Wir können kontinuierlich auf eine erfolgreiche Jugendarbeit zurückblicken, weil wir intensiv mit den Kindern und Jugendlichen arbeiten und in den Trainingsgruppen individuelle Aufgaben stellen, die in das gesamte Konzept passen. Das weist auch die konstante Mitgliederzahl aus. Man fühlt sich in der Gemeinschaft wohl, weil man viele Trainingseinheiten in der Woche ausschöpfen kann. Es gibt eine Basis oder man findet sie, deren Struktur integriert und leistungsorientiert ist. Angesichts der weiter steigenden Anforderungen bieten wir eine qualifizierte Ausbildung mit einer erfahrenen Trainerin und ausgebildeten, lizenzierten Übungsleitern an. Ich kann sagen, dass ich stolz auf meine Übungsleiter bin, denn ohne sie könnte ich den reibungslosen Trainingsablauf nicht gewährleisten. An dieser Stelle möchte ich mich bei ihnen allen bedanken, die unermüdlich dazu beitragen, dass wir im Landesverband erfolgreich vertreten sind.   Viele Jahre war Nils Blöcker, der 2003 als Jugendlicher in die Fechtabteilung eintrat, mit uns verbunden. Er machte seine Übungsleiterausbildung und engagierte sich in der Jugendarbeit. Es passte ausgezeichnet, dass Nils seine berufliche Ausbildung vor Ort absolvieren konnte. Leider bietet die Stadt keine ausreichende Perspektive für eine berufliche Zukunft. Ich möchte mich bei  Nils für seine Treue, Hilfsbereitschaft und sein Engagement als Fechter und Übungsleiter bedanken. Ich gratuliere ihm zu seiner bestandenen Prüfung, die er im Marinearsenal mit Erfolg abgeschlossen hat, und wünsche ihm weiterhin viel Erfolg in seinem Privat- und Berufsleben.

Herzlichen Glückwunsch zum Abitur sage ich Johanne Buchholz, Charlotte Buchholz und Alexandra Enke. Mit ihnen konnten wir diesen Anlass  ausgiebig auf unserer Sommerfete feiern. Leider steht Alexandra Enke als Übungsleiterin nicht mehr zur Verfügung, da sie sich nach England orientiert hat. Zum Glück bleibt uns Johanne noch erhalten, denn sie absolviert hier am Ort noch ein Praktikum. Erfreulicherweise haben sich zwei Fechter bereit erklärt, die Ausbildung zum C-Trainer abzulegen.  Die beiden jungen Fechter, Katharina Droste und Moritz Drigalsky,  haben den Vorteil, dass sie in unserer Abteilung groß geworden sind und die Strukturen kennen. Katharina arbeitet inzwischen am Mittwoch beim Schülertraining ausgezeichnet mit Johanne zusammen. Ich bin auch dem Verein dankbar, dass wir die finanzielle Unterstützung für die Ausbildung erhalten, die im Laufe der Jahre sehr umfangreich und teuer geworden ist. Für unsere Turnierbesuche ist auch die Transportmöglichkeit durch den Vereinsbus sehr hilfreich. Ich möchte mich dafür im Namen der Fechtabteilung bei der Vereinsführung bedanken.

In dem zurückliegenden Jahr können wir auf Erfolge verweisen, die für die Abteilung bisher einmalig sind. Bitte habt Verständnis dafür, wenn ich nur die "Highlights" und die spektakulärsten Erlebnisse hier noch einmal aufzähle. Den chronologischen Ablauf des Fechtjahres 2014 kann jeder auf der Homepage www.fechten-whv.de in Ruhe in Wort und Bild Revue passieren lassen.

Der Ansporn und Ehrgeiz auf die Qualifikations-Turniere war groß und es gab fulminante Ergebnisse, die nicht zu toppen waren. Zum Beispiel beim Till Eulenspiegel-Turnier in Braunschweig der B-Jugend, Jahrgang 2001 war das Dreiergespann mit Jule Malz, Hannah Müller und Paula de la Roche auf dem Siegerpodest, wobei Jule Malz unschlagbar war und verdient den ersten Platz einnahm. Hannah Müller erkämpfte sich die Silbermedaille und Paula de la Roche komplettierte den Erfolg mit dem 3. Rang. Mit dieser "Damenpower" führen sie die Rangliste in Niedersachsen an.

Auf den Landesmeisterschaften in Soltau wurde die Siegesserie fortgesetzt. Die Favoritin Jule Malz wurde mit nur einer Niederlage Landesmeisterin. Platz zwei belegte Paula de la Roche und Hannah Müller machte mit dem 3. Rang den Frisia-Erfolg perfekt. In der B-Jugend, Jahrgang 2000, hatte sich Caroline von Finckenstein einen Podest- Platz vorgenommen, den sie mit der Bronzemedaille auch erreichte. In der Formation mit Jule, Hannah, Caroline und Paula wurden sie Landesmannschafts-meister und sind mit diesem Titel für die deutschen Meisterschaften qualifiziert. Mit Trainingsfleiß und Doppelstart in der B- und A-Jugendklasse erreichten und festigten sie die Ranglistenplätze, die zur Nominierung zur Teilnahme an den deutschen Einzel- Meisterschaften führten. Für die Fechtabteilung ist es eine noch nie dagewesene Erfolgskonstellation. Auch der Jüngste im Team in der Schülerklasse, Jahrg.2004 Justus Niemeyer, sicherte sich eine Bronzemedaille bei dieser Landesmeisterschaft, bei der auch Moritz Drigalsky in der männlichen Jugend, Jahrg.2000 sich erheblich steigerte und im Gesamtklassement einen beachtenswerten 5. Rang erreichte.

Der Termin für die Deutschen Meisterschaften, die im Mai in Moers ausgetragen wurden, beflügelte die Nominierten als da sind: Caroline von Finckenstein, Jule Malz, Hannah Müller, Paula de la Roche und ihre Vereinskameradinnen Sophie Leinert und Katharina Droste an dem Intensiv- und Sichtungslehrgang im Sportinternat Bonn, einer Eliteschule des Deutschen Fechter-Bundes, teilzunehmen. Sie erlebten ein intensives Fecht-und Konditionstraining, lernten die Abläufe des Bundesleistungstrainings kennen und besichtigten das Fecht-Internat. Trainerin Heidrun West bekam vom Internatsleiter höchstes Lob für ihre Nachwuchstruppe. Mit diesem Sichtungslehrgang hatte Caroline von Finckenstein das feste Ziel vor Augen, in diesem Internat aufgenommen zu werden. Als die Nominierung im Mai endgültig feststand, ging es zu den Deutschen Meisterschaften nach Moers. Dort hinzukommen bedeutet schon was für die jungen Fechterinnen Jule Malz, Hannah Müller und Paula de la Roche aus dem Jahrgang 2001 sowie Caroline von Finckenstein, Jahrg.2000, die schon im Jahr zuvor positive Erfahrungen sammelte und mit einem hervorragenden 12. Rang den Auftritt beendete. Meine Aufgabe als Trainerin war es, im Vorfeld zunächst den Druck und das Lampenfieber zu mildern. Ich sagte: "Wenn ihr die Vorrunde überstanden habt, dann ist das schon ein großer Erfolg.  So kam es, dass alle aus dem 66er Teilnehmerfeld die Vorrunde ausgezeichnet meisterten. In der folgenden Setzrunde kam Paula an ihre Leistungsgrenze und im Gesamtklassement wurde es  der 47. Rang. Hannah scheiterte im Hoffnungslauf und erreichte einen beachtenswerten 27. Rang. Für Jule war der Traum des 8er Finals greifbar nahe. Sie hielt bis zum 9:9 das Gefecht offen, aber den Siegtreffer zum 10:9 setzte die Gegnerin. Rang 16 im Gesamtklassement war trotzdem ein Riesenerfolg. Caroline war mit dem 25. Rang nicht zufrieden. Die gute Platzierung aus dem Vorjahr konnte sie nicht wiederholen. Besonders stolz waren das Damenteam und die Trainerin, dass der Verein als einziger aus Niedersachsen eine komplette Mannschaft stellen konnte. Das Frisia-Team war gut zusammengestellt und Caroline füllte ihre Rolle als Mannschaftsführerin perfekt aus. Sie konnten im Feld der 20 gemeldeten Mannschaften gut mithalten und erreichten im Gesamtklassement den 11. Rang. Am Ende gab es noch ein Highlight für alle: Man erhielt auf dem Fechthandschuh noch eine “Originalsignatur" der mehrfachen Olympiateilnehmerin und Goldmedaillengewinnerin Anja Fichtel aus TBB. Nach den Sommerferien hat Caroline ihre Zielstrebigkeit mit Erfolg umsetzen können und sie wurde nach vielen Absprachen im Fechtinternat aufgenommen. Ihr erstes Qualifikations-Turnier bestritt sie in Jena in einer höheren Altersklasse, den Junioren. Gegen starke nationale und internationale Konkurrenz von 142 Teilnehmern kämpfte sie sich durch das Turnier und steht heute in der deutschen Rangliste auf Rang 30. Eng verbunden mit ihrem Verein und den Kameraden ficht sie weiterhin für den WSC Frisia.

Ihre Turnier Reifeprüfung haben in diesem Jahr mit Erfolg bestanden: Leif Janßen, Oke Jänicke, Oskar Marx, Christina Seibert, Alexandra Sinnreich, Katharina Sinnreich.

Herzlichen Glückwunsch!

Somit hat sich der Einstieg mit der Anzahl derer, Turniere zu besuchen, erheblich vergrößert.

Erwähnen möchte ich meine Jüngsten, die im Fechtverband Niedersachsen positive Spuren hinterlassen haben. Ein talentierter Nahwuchsfechter ist Jona Leonhardt, Jahrg.2003, der teilweise mit seinen Spagateinlagen und seiner schnellen Auffassungsgabe gute Platzierungen erreichte. Sein Vereinskamerad Philipp Weerda, Jahrg.2003, konnte sich im Wettkampf erheblich steigern. Justus Niemeyer, Jahrg.2004 ist immer noch als jüngster Turnierfechter mit im Bunde und mit seinem kampfbetonten Engagement gehört er zu den Bestplatzierten von Niedersachsen.

Seit Jahren gehören wir zu den erfolgreichen Mehrkämpfern im Friesenkampf, der aus fünf Disziplinen besteht: Schwimmen, Schießen, Laufen, Kugelstoßen und Fechten, was die Grundlage bildet. Der Niedersächsische Turner-Bund e.V. richtete im Juni in Schneverdingen in der Lüneburger Heide die Landesmehrkampfmeisterschaften aus. Fünf Mehrkämpfer von uns, Katharina Droste, Caroline von Finckenstein, Jule Malz, Hannah Müller und Moritz Drigalsky gehörten zu den erfolgreichen Startern. An dieser Stelle ist hervorzuheben, dass die langjährige Stammbesetzung nicht mehr existent war und mit den Vorgenannten eine junge Nachwuchstruppe aufgebaut ist. Dieses Team erreichte mit zwei Landesmeistertiteln, zwei Vizemeistern und einem vierten Rang ein Topergebnis. Mit ihren ausgezeichneten Resultaten wurde Jule Malz in der weiblichen Jugend (12-13 Jahre) Landesmeisterin, Hannah Müller wurde in der gleichen Kategorie Vizemeisterin, wobei ihr nur ein Punkt zum Titelgewinn fehlte. In der weiblichen Jugend (16-17 Jahre) wurde Katharina Droste mit der erreichten Punktzahl Landesmeisterin. Caroline von Finckenstein, weibliche Jugend 14-15 Jahre wurde Vizemeisterin. Als Einziger aus der männlichen Jugend (14-15 Jahre) konnte sich Moritz Drigalsky mit dem 4. Rang gut behaupten. Alle schafften die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. Vorbildlich sorgte für die Betreuung der Athleten vor Ort mein langjähriger Begleiter Frank Prielipp. Bei den anschließenden Deutschen Mehrkampfmeisterschaften im September in Einbeck konnte nur Caroline von Finckenstein mit dem Gewinn einer Bronzemedaille glänzen.

Da ich selber noch gerne für mich fechte, konnte ich mich bei den 12. Europäischen Meisterschaften in Porec, Kroatien, über eine Silbermedaille freuen. Obwohl mir nur wenig Zeit zum Trainieren bleibt, konnte ich mich im Säbel für die deutsche Senioren-Nationalmannschaft qualifizieren und reiste mit dem Team zu diesen Meisterschaften. Es waren über 100 Mannschaften aus 23 europäischen Nationen am Start. Mit der Equipe traf ich im Finale auf Frankreich. Im letzten Gefecht wurde es beim Stand von 4:4 richtig spannend, denn der 5. Treffer musste über Gold oder Silber entscheiden. Am Ende jubelten die Französinnen. €ž Es war ein tolles Erlebnis, mit viel Beifall die Silbermedaille in Empfang zu nehmen.

Eine unserer gelungenen Herausforderungen war im November die 49. Auflage um den Wanderpokal €žRüstringer Friese. Es gab genug an fechterischem Augenschmaus vor heimischer Kulisse zu sehen. Im Aktivenfeld siegte Maximilian Hermann vom TSV Hagen. Er lieferte sich mit Stefan Wolfteich, ehemals einer von uns, der aber wegen seines Studiums jetzt für Eintracht Hildesheim ficht, eine spannende Konkurrenz, in der Stefan mit nur einer Niederlage gegen den späteren Sieger einen hervorragenden 3. Rang belegte. Caroline von Finckenstein gewann die Konkurrenz in der weiblichen A-Jugend. In der Kategorie 50+ war Oliver Siemen mit dem 1. Rang ein Aushängeschild für den WSC Frisia. €ž Gut gerüstet für das 50. Jubiläum in 2015! Das Organisationsteam mit Heidrun West, Franziska Petzold, Frank Prielipp und dem Computerfachmann Hartmut Wolfteich waren mit dem Turnierverlauf sehr zufrieden. Am Ende stand die einhellige Aussage: Wir sind für das 50. Jubiläum gut gerüstet. Meine Worte: €žDanke sage ich der gesamten Abteilung mit den Eltern, die mir mit ihrem Engagement zur Seite standen. Mein Dank gilt auch der Vereinsführung sowie der Stadt Wilhelmshaven, die mit ihrem Einsatz eine hilfreiche Unterstützung waren und zum Gelingen des Turniers beitrugen. 

Das so erfolgreiche Fechtjahr klang aus mit einer fröhlichen Weihnachtsfeier. 

Mit Fechtergruß

Heidrun West

 

TO P